Berliner Bildungsprogramm

Vorschulische Bildung:

Vorschulische Bildung
Downloads:

Berliner Bildungsprogramm  Berliner Bildungsprogramm

Berliner Bildungsprogramm (Kurzfassung)  Berliner Bildungsprogramm (Kurzfassung)


Unsere Kindertagesstätte ist eine Bildungseinrichtung, die im Rahmen des Berliner Bildungsprogramms (BBP) arbeitet,
da sich im Jahr 2006 die Träger dem Senat gegenüber verpflichtet haben, das BBP zur verbindlichen,
fachlichen Grundlage für alle Berliner Kindertageseinrichtungen zu machen.
Wir arbeiten familienergänzend und unterstützen die Eltern bei der Betreuung und Bildung ihrer Kinder.

Bildung beginnt mit der Geburt:
Von Anfang an gestaltet das Kind aktiv seine sozialen Beziehungen und seine Bildungsprozesse.
In Vorbereitung auf die Lebenswirklichkeit entwickelt es Fähigkeiten und Fertigkeiten,
die seine Persönlichkeitsbildung fördern und eine Basis zur Bewältigung der Zukunft bilden.

Unser Ziel ist, dass jedes Kind bis zum Schulbeginn die bestmöglichen Voraussetzungen erwirbt,
um den Übergang in die Grundschule erfolgreich zu meistern.

Das BBP soll den Erzieherinnen und Erziehern dabei helfen, Ihr Kind möglichst gut zu fördern.
Sie als Eltern sind dabei wichtige und unverzichtbare Partner !




Zur Vorschularbeit:

Aus den Erfahrungen, dass vorschulische Förderung nicht ausreicht, wenn sie erst im Alter von 5 Jahren ansetzt, sehen wir es als unseren Auftrag an, diese Förderung vom ersten Kindergartentag an in verstärktem Maße auf der Basis des BBP zu ermöglichen. Unser Auftrag umfasst einerseits die allgemeine Förderung der Gesamtentwicklung des Kindes
und andererseits die gezielte Vorbereitung auf die Schule.

Dabei kommt es allerdings nicht darauf an, das Lesen, Rechnen und Schreiben vorzuverlegen, sondern notwendige grund- legende Einstellungen und Haltungen aufzubauen, wie z. B. Selbstständigkeit, emotionale Sicherheit und soziale Verhaltensweisen.

Die vorrangige Aufgabe der Vorschulerziehung ist die Förderung der Gesamtpersönlichkeit jedes einzelnen Kindes
als Grundlage für die Schulfähigkeit.

Dazu gehören neben den Bildungsbereichen

unter anderem auch

In altersgemischten Gruppen – und gerade auch in Verbindung mit der offenen Arbeit – haben alle Kinder auf Grund des Altersunterschiedes vielfältigere Möglichkeiten für soziale Kontakte und Erfahrungen. Bestimmte sozialpädagogische Ziele werden notwendigerweise einsichtig und besser erreicht, wie z. B. Rücksichtnahme, Toleranz, gegenseitiges Helfen u.s.w. Es liegt auf der Hand, dass speziell die jüngeren Kinder in allen Bereichen von den älteren lernen. Inzwischen hat sich erwiesen, dass auch die 5-6jährigen in der altersgemischten Gruppe zusätzliche Entwicklungsreize erhalten. Diese Impulse liegen im sozialen Verhalten,
aber auch in der kognitiven Förderung. Wenn z. B. die Älteren Gelegenheit haben, den Jüngeren etwas vorzuspielen, zu erklären,
zu helfen, lernen sie spielerisch an dieser Herausforderung. Auch durch die praktische Anwendung, Übung und Wiederholung können sie lernen. Im Erklären von Spielregeln und bei Hilfeleistungen steigern sie z. B. ihre soziale und sprachliche Kompetenz.

Wir achten bei unserer Planung darauf, dass auch differenzierte Angebote für bestimmte Altersgruppen dabei sind.
Das ist ein entscheidender Aspekt, denn wir wissen um die Gefahr der Über- oder Unterforderung. Altersmischung darf nicht verwechselt werden mit Beliebigkeit – ganz im Gegenteil. Eine große Bedeutung kommt hier auch der Entwicklungsbeobachtung zu. Nur wenn wir genau hinschauen und unsere Beobachtungen und Einschätzungen dokumentieren,
können wir möglichen Fehlentwicklungen – eben einer Über- oder Unterforderung – entgegenarbeiten.

Das gibt Gelegenheit, auf die Wichtigkeit der Dienstbesprechungen hinzuweisen.
Der Austausch der Erzieher/innen untereinander ist unumgänglich, die Zeit dafür ist jedoch begrenzt.
Wir sind dabei auf die Mithilfe der Eltern durch Elterndienst oder zeitiges Abholen angewiesen.

Wir ziehen in unserem Kitaalltag die Vorschulkinder, d. h. die Kinder im Jahr vor der Einschulung,
regelmäßig zu altersspezifischen Angeboten zusammen (z. B. zu Ausflügen u.s.w.),
die entsprechend vor- und nachbereitet werden, aber auch zu den Projekten innerhalb des Hauses.

Im Anschluss an das offene Angebot, das freie Entscheiden der Kinder, bekommen sie in den Gruppen oft zusätzliche Aufgaben,
die z. B. die Konzentration, das Arbeitsverhalten u.s.w. fördern sollen. Das ist teilweise an den verwendeten Arbeitsbögen erkennbar. Das heißt aber nicht „wenig Bögen, wenig Vorschularbeit”, denn: Mengenerfassung lernt ein Kind auch beim Tischdecken,
Zuordnung beim Abdecken, die Auffassungsgabe wird geschult durch kleinere Aufträge.
Das Ausmalen von Mandalas z. B. soll als Unterstützung dienen, die Beweglichkeit der Handgelenke (sauberes Ausmalen),
die Kreativität in der Farbgebung, die Ausdauer zu fördern etc.

Das Herausziehen / Zusammenziehen der Vorschulkinder findet regelmäßig statt und wird wechselseitig von allen Erzieherinnen
und Erziehern vorbereitet und gestaltet. Dann steht das gemeinsame Tun mit Gleichaltrigen im Vordergrund und Zuhören, Ausdauer, Konzentration etc. werden dabei noch mehr gefordert.

Ab Januar werden täglich Sprachspiele gemacht (Würzburger Trainingsprogramm). Sie sind eine Vorbereitung
auf den Erwerb der Schriftsprache. Genaues Hinhören auf Sprache und kreativer, analysierender Umgang werden dabei gefördert.

Kinder im Vorschulalter haben in der Regel eine gut verständliche Umgangssprache, verfügen über einen ausreichenden Wortschatz und verwenden eine weitgehend korrekte Grammatik. Bei ihrer alltäglichen Kommunikation konzentrieren sich die Kinder aber ausschließlich auf die Bedeutung und den Inhalt des Gesagten. Form und Struktur der Sprache sind ihnen nicht bewusst.
Es fällt vielen noch schwer, Gesagtes in einzelne Wörter, Silben und Laute aufzuteilen.
In der Schule müssen sie dann sehr schnell lernen, dass diese Laute von bestimmten Zeichen – den Buchstaben – repräsentiert werden. Sprachliche (phonologische) Bewusstheit ist eine sehr wichtige Voraussetzung zum problemlosen Lesen- und Schreibenlernen. Das Sprachprogramm arbeitet mit Lauten und nicht mit Buchstabennamen.
Darum ist es wichtig, die verschiedenen Laute so auszusprechen,
wie es in der alltäglichen Sprache üblich ist (also gehaucht „h” zu sagen und nicht „ha”).

Die Spiele befassen sich mit sechs verschiedenen Bereichen, die inhaltlich aufeinander aufbauen: